Das zweite und dritte Lehrjahr eines Schreiners/-in

Das zweite und dritte Lehrjahr eines Schreiners/-in

 

Kreissäge

Kreissäge

Nach dem Berufsgrundschuljahr (BGJ) wird der Anwärter für den Beruf Schreiner nun im zweiten und dritten Lehrjahr nicht nur geistig, sondern auch körperlich gefordert.

Der Berufsschulunterricht ist jetzt nur mehr einmal wöchentlich. Dabei werden vor allem die theoretischen Inhalte weiter vertieft und die dabei praktischen Kenntnisse als Basis für die Zwischen- und Gesellenprüfung gelernt.

Jetzt muss der Lehrling auch dazu Farbe bekennen, ob er Freude am Umgang mit dem Werkstoff Holz hat.

Er muss sein handwerkliches Geschick, aber auch seine Fähigkeiten für beispielsweise räumliches Vorstellungsvermögen, zeichnerische Fähigkeiten und ein Gefühl für Formen unter Beweis stellen.

Auch ein technisches Interesse ist unabdingbar. Arbeiten mit modernen Maschinen und CNC-gesteuerten Geräten sind an der Tagesordnung.

Aber auch das richtige bedienen von Handmaschinen wie beispielsweise Handbandschleifer und Stichsäge werden gelehrt.

Der Lehrling sollte auch körperliche Fitness zeigen. Denn das überwiegende Arbeiten im Stehen, das Heben und Tragen von manchmal schweren Gegenständen ist in diesem Beruf oft unvermeidbar.

Mit der fortgeschrittenen Ausbildung erlernt der Anwärter immer mehr Arbeitsabläufe zu planen, vorzubereiten, Erzeugnisse zu entwerfen und zu zeichnen und schlussendlich dann zu fertigen.

Er hat  nicht nur mit reinem Holz zu tun, sondern wird auch Metall, Glas und Kunststoffe zu verarbeiten haben.

Kundenaufträge, die reine Restaurierungsarbeiten beinhalten, werden ebenfalls zum Aufgabengebiet zählen.

Die Wartung von Maschinen, Vorrichtungen und Anlagen runden die Tätigkeit ab.

Wer Schreiner werden will, muss schon einen umfangreichen Bereich mit seiner Arbeit abdecken können.

Nicht nur an Fenster, Türen oder Wintergärten ist hier zu denken, sondern auch an Innenausstattungen, Möbel aller Art, ganze Hoteleinrichtungen, Laden- u. Messebauten sind sein Aufgabengebiet, um nur einiges zu nennen.

Wer dann nach 3 Jahren Ausbildung einen erfolgreichen Abschluss als Schreinergeselle vorweisen kann, dem stehen Tür und Tor für weitere berufliche Fortbildungen offen.

Hierzu erfahren Sie mehr im nächsten Beitrag.

 

4 Gedanken zu „Das zweite und dritte Lehrjahr eines Schreiners/-in

  1. Der Jugendliche, der einen Schreiner – Ausbildungsplatz bekommt kann sich meiner Meinung sehr glücklich schätzen. Neben geforderter Geschicklichkeit, Ausdauer und Lernfreude sehe ich vor allem das Ausleben der eigenen Kreativität als großen Pluspunkt in diesem Berufszweig

    • Natürlich ist es schön, wenn man sein erstes Möbelstück, das man selbst geschaffen hat sieht und anfassen kann. Das ist in anderen Berufszweigen nicht der Fall. Hier werden z. B. Daten in einen Computer gegeben, die nach einer Zeit keiner mehr sieht.

      Liebe Grüße

      Birgit Rahbauer

  2. Ein Freund von uns ist selbstständiger Schreinermeister mit einem kleinen Betrieb. Sein Aufgabengebiet umfasst Ladenbau, Möbelbau, Restaurierungen und Arbeiten auf dem Bau. Ein sehr breit gefächertes Angebot. Da sieht man, dass Schreiner ein sehr interessanter Beruf ist.

    • Gute Schreiner werden immer gebraucht. Diese haben auch eine sehr gute Auftragslage. Als Schreinergeselle oder Schreinermeister stehen daher viele Chancen offen.

      Liebe Grüße

      Birgit Rahbauer

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